Kleines Reisetagebuch Teil 5

Toskana mit Hund – 5. Teil

Die letzte Urlaubswoche ist für Jule, Michael und ihre drei Hunde angebrochen. Die beiden Hamburger haben kein großes Besichtigungsprogramm geplant, vielmehr genießen sie das süße Nichtstun im InToscana, das Frühlingswetter und die viele freie Zeit, die sie zusammen mit den Hunden verbringen können.

3. April: Sunny hat Geburtstag

"Sunny's Geburtstagsparty bei den Hexen" © J. Thumser & M. Wahlert  
„Sunny’s Geburtstagsparty bei den Hexen“ © J. Thumser & M. Wahlert

Als wir aufstehen, ist es bedeckt, aber warm genug, um dennoch auf der Terrasse zu frühstücken. Sunny hat heute Geburtstag. 14 Jahre ist das alte Mädchen nun schon und die milden Temperaturen scheinen ihren alten Knochen gutzutun. Bei strahlendem Sonnenschein starten wir zu unserer großen Runde am Bach und kehren anschließend natürlich wieder bei den Hexen ein. Michael hat Leckerchen für die Vierbeiner eingepackt, so dass unser obligatorisches Kaffeetrinken eine richtige kleine Geburtstagsparty wird. Am Abend sind wir mit Elisa und Davide verabredet. Wir fahren nach Lari und haben ein exzellentes Abendessen im Restaurant Burattinai in der Burg von Lari. Auch hier sind die Hunde willkommen und werden mit einer Schüssel Wasser versorgt.

"Abendspaziergang in der Burg von Lari nach einem exzellenten Abendessen im Restaurant Burattinai " © J. Thumser & M. Wahlert  
„Abendspaziergang in der Burg von Lari nach einem exzellenten Abendessen im Restaurant Burattinai “ © J. Thumser & M. Wahlert

4. April: Der einzige Regentag

Bislang waren wir wettermäßig ja vom Glück geküsst, doch heute will die Wolkendecke einfach nicht aufreißen. Regen wäre vielleicht zu viel gesagt, aber es nieselt fast den ganzen Tag. Nichts, was einen Hamburger schrecken könnte und den Hunden macht so ein Wetter ja auch nichts aus. Deshalb halten wir an unserem Plan fest, Sara auf dem Landgut Terricciola zu besuchen. Trotz des Schmuddelwetters bekommen wir sehr schnell einen Eindruck, wie schön es hier bei Sonnenschein sein muss. Nach einem Cappuccino und einem Stückchen Torte führt uns Sara durch die Kelleranlagen. Hier reifen – nach gezielter Selektion bereits im Weinberg – die Rotweine Aliotto und Teuto in Holzfässern – der Teuto sogar von Anfang an.

5. April: Das Ende in Sicht

Morgen heißt es schon Abschied nehmen, also stehen für uns der Bach, das Caffe del Borgo und das Il Morso ein letztes Mal auf dem Programm.

"Noch einmal an den Bach, wo wir das erste Mal auch andere Hunde treffen." © J. Thumser & M. Wahlert  
„Noch einmal an den Bach, wo wir das erste Mal auch andere Hunde treffen.“ © J. Thumser & M. Wahlert

6. April: Abschied nehmen

"Zum Abschied Nebel" © J. Thumser & M. Wahlert  
„Zum Abschied Nebel“ © J. Thumser & M. Wahlert

Bei unserem letzten Frühstück verhängt dichter Nebel die Aussicht. Will uns Terricciola den Abschied leichter machen? Doch als gegen 14:00 Uhr alles gepackt ist, lacht die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Die Hunde scheinen zu ahnen, dass diese Autofahrt nicht nur zum Bach führt, steigen aber trotzdem willig ein und lassen sich problemlos anschnallen. Wir knuddeln Irene zum Abschied, die eine so bezaubernde Gastgeberin war. Für die Fahrt habe ich uns ein paar Scheiben „pane“ mit dem köstlichen toskanischen Schinken belegt. Die sind natürlich bereits alle aufgegessen, als wir gegen 17:00 Uhr unsere erste Pause auf einer Autobahnraststätte einlegen. Die Raststätte wirkt wie ein riesiges Einkaufszentrum und ist absolut ungeeignet für eine Pause mit Hunden. 60 Kilometer vor dem Brenner hält uns ein Stau auf, so dass wir erst gegen 22:00 Uhr bei unseren Freunden in München eintreffen.

"Alle Hunde wieder an Bord." © J. Thumser & M. Wahlert  
„Alle Hunde wieder an Bord.“ © J. Thumser & M. Wahlert

7. April: Wieder zuhause

"Letzte Pause vor Hamburg" © J. Thumser & M. Wahlert  
„Letzte Pause vor Hamburg“ © J. Thumser & M. Wahlert

Um viertel vor zehn sitzen wir wieder im Auto. Es scheint so, als hätten sich die Hunde an das Reisen gewöhnt. Sie steigen ein, machen es sich bequem und dösen ein. Nur unsere Laune war vor genau 14 Tagen wesentlich besser – voller Vorfreude auf Terricciola! Wir legen zwei Pausen ein, damit sich die Hunde zwischendurch ein wenig bewegen können und trinken einen Cappuccino – kein Vergleich mit dem in Italien! Kurz nach 17:00 Uhr sind wir wieder zuhause. Wir haben das schöne Wetter augenscheinlich mitgebracht – das versöhnt ein wenig. Also erst einmal raus mit den Hunden. Die sind begeistert und schnüffeln und markieren ihr gewohntes Terrain. Wir aber beschloßen, dass wir im nächsten Jahr unbedingt wieder nach Terricciola fahren werden – und natürlich nicht ohne unsere Hunde!

"Nach der anstrengenden Reise ist Luna völlig platt. " © J. Thumser & M. Wahlert  
„Nach der anstrengenden Reise ist Luna völlig platt. “ © J. Thumser & M. Wahlert

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