Plant heute schon euren Strandurlaub 2027 auf Pianosa!

 Pianosa – die Insel, die nach 17 Uhr zu einer anderen wird

August in Italien: türkisblaues Meer, feiner Sandstrand – und fast menschenleer.

Klingt unrealistisch? Auf Pianosa ist es möglich.Und genau deshalb gehört diese kleine Insel im toskanischen Archipel zu den ungewöhnlichsten Reiseerlebnissen, die man in Italien machen kann. Ich war selbst dort – im August, zusammen mit zwei Teenagern.Und ich muss sagen: Pianosa hat uns alle überrascht. Nicht nur wegen des Meeres, nicht nur wegen der Natur, sondern weil diese Insel eine Geschichte erzählt, die man so schnell nicht wieder vergisst.

 

 

17 Uhr. Die letzte Fähre fährt ab.

Es ist wahrscheinlich dieser Moment, der mir von Pianosa am stärksten in Erinnerung geblieben ist. Tagsüber kommen die Besucher mit der Fähre auf die Insel. Fahrräder werden ausgeliehen, geführte Touren starten, Menschen gehen zum Strand, erkunden die Insel zu Fuß oder mit dem Kajak. Und dann, gegen 17 Uhr, fährt die letzte Fähre wieder ab.Plötzlich wird es still. Die Tagesgäste haben die Insel wieder verlassen. Bis zum nächsten Vormittag bleiben auf Pianosa nur noch ungefähr 30 Menschen. Auch im August. Und dann passiert etwas, das man an den meisten italienischen Küsten im Hochsommer kaum noch kennt: Der Strand gehört dir. Keine Reihen von Sonnenschirmen, kein Gedränge, keine Musik aus Strandbars. Nur Sand, glasklares Wasser und diese unglaubliche Ruhe. Wer einmal im August in Italien Urlaub gemacht hat, weiß, wie außergewöhnlich das ist.

Pianosa ist keine Insel für Massentourismus

Vielleicht ist genau das ihr größter Luxus. Pianosa ist klein, gerade einmal rund zehn Quadratkilometer groß und fast vollständig flach.Aber vor allem ist der Zugang bewusst begrenzt. Die Zahl der Besucher ist limitiert, und viele Bereiche der Insel dürfen nur im Rahmen organisierter und geführter Touren besucht werden. Das bedeutet auch: Man kann Pianosa nicht einfach spontan entdecken. Wer die Insel erleben möchte, muss rechtzeitig planen.Vielleicht ist es genau das, was sie so besonders macht: Sie ist nicht überlaufen – und soll es auch gar nicht sein.

Mit dem Mountainbike durch eine Gefängnisgeschichte

Ich war mit zwei Teenagern unterwegs. Und ich gebe zu: Ich war gespannt, wie ihnen eine Insel gefallen würde, auf der es keine Shoppingmeile, keinen Wasserpark und kein Nachtleben gibt. Dann stiegen wir auf die Mountainbikes. Unser Führer begann zu erzählen. Und plötzlich waren die beiden ganz vorne. Denn Pianosa ist nicht nur Natur. Pianosa ist Kriminalgeschichte zum Anfassen. Die Insel war über mehr als ein Jahrhundert Strafkolonie und später Hochsicherheitsgefängnis. Nach den Mafia-Morden und Anschlägen von 1992 wurden hier auch Gefangene im besonders strengen 41-bis-Regime untergebracht. Unsere Führerin erzählte von Männern wie Michele Greco, Pippo Calò, Giuseppe Madonia, Leoluca Bagarella und Nitto Santapaola. Dazu kamen Geschichten über andere Schwerverbrecher und Täter, die auf Pianosa inhaftiert waren. Meine beiden Teenager waren fasziniert.

Sie wollten alles wissen: „Wer war dieser Mann? Welches Verbrechen hatte er begangen? Wie lange war er hier? Wo war seine Zelle? Wie !? der Herz gebissen??“

Selten habe ich erlebt, dass zwei Teenager bei einer Führung freiwillig so viele Fragen stellen. Und genau das macht Pianosa so besonders: Man fährt mit dem Fahrrad durch eine mediterrane Landschaft und hört plötzlich Geschichten, die man eher bei einem Kriminalfilm erwarten würde. Nur dass man sich genau dort befindet, wo sie tatsächlich passiert sind.

Ein Dorf, das seine eigene Geschichte erzählt

Je weiter man über die Insel fährt, desto mehr wird klar: Pianosa war nie einfach nur ein Gefängnis. Hier gab es eine richtige Gemeinschaft. Es gab Familien, Landwirtschaft, Werkstätten, Wohnhäuser, Schulen und Geschäfte.Heute stehen viele dieser Gebäude leer. Die Ruinen des alten Dorfes wirken stellenweise wie eine Filmkulisse. Doch nichts daran ist Kulisse – alles ist echt. Man sieht den Forte Teglia, alte Wohngebäude, Mauern, ehemalige Gefängnisstrukturen und die Spuren eines Ortes, an dem einst deutlich mehr Leben herrschte. Besonders eindrucksvoll ist die Casa dell’Agronomo, das ehemalige Haus des Agronomen der Strafkolonie.

Es erinnert daran, dass Pianosa früher auch eine große landwirtschaftliche Kolonie war. Gefangene arbeiteten auf den Feldern, in den Ställen und in den landwirtschaftlichen Betrieben. Heute erzählt die Casa dell’Agronomo die Geschichte der Landwirtschaft auf der Insel und ihrer einzigartigen Natur. Auf Pianosa liegt die Vergangenheit nicht hinter Glas – sie begegnet einem am Wegesrand. Und manchmal nimmt sie die Gestalt eines besonderen Menschen an. Giulia war eine der schönsten Überraschungen unseres Aufenthalts. Giulia lebt das ganze Jahr über auf Pianosa und kümmert sich um die Gäste und um das B&B. Ein bemerkenswerter Alltag auf einer kleinen Insel, auf die im Sommer die Besucher kommen, sie dann aber größenteils mit der letzten Fähre wieder verlassen. Dann ist die Insel wieder fast menschenleer, aber Giulia bleibt. Sie kennt Pianosa nicht als Urlaubsziel. Für sie ist Pianosa ihr Zuhause. Und vielleicht versteht man die Insel erst dann wirklich, wenn man mit Menschen spricht, die hier nicht für ein paar Stunden oder Tage sind, sondern ihr Leben mit diesem besonderen Ort teilen.

Abendessen hinter Gefängnismauern

Auch das Abendessen auf Pianosa ist anders. Im Restaurant arbeiten unter anderem ausgewählte Gefangene im Rahmen von Arbeits- und Wiedereingliederungsprojekten. Das Essen in der alten Hofanlage wird von der Geschichte der Strafkolonie begleitet, die hier noch überall spürbar ist. Der Hof am Abend ist beeindruckend: die alten Mauern, das warme Licht, die Ruhe. Gleichzeitig das Wissen, dass hier früher Gefangene gearbeitet haben. Es ist eine dieser Situationen, in denen man nicht weiß, ob man gerade in einem Restaurant sitzt oder mitten in einem Stück italienischer Zeitgeschichte. Übrigens ist das Essen wirklich gut!

Das Meer könnte schon Grund genug sein

Natürlich könnte man Pianosa auch einfach wegen des Meeres besuchen. Das Wasser ist klar, die Küste weitgehend naturbelassen und die Unterwasserwelt geschützt. Und dann gibt es Cala Giovanna, eine echte Sandstrand-Überraschung. Denn wer im August einen ruhigen Sandstrand in Italien sucht, weiß normalerweise, dass er dafür entweder sehr früh aufstehen oder sehr weit fahren muss. Auf Pianosa muss man vor allem eines tun: rechtzeitig buchen. Die Besucherzahl ist limitiert – Pianosa kann nicht unbegrenzt viele Menschen aufnehmen.

Kajak, Fahrrad, Wandern – und zwischendurch einfach nichts tun

Pianosa lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken:

  • mit dem Mountainbike durch die Geschichte der ehemaligen Strafkolonie
  • mit dem Kajak entlang der Küste
  • bei geführten Wanderungen durch die geschützte Natur
  • beim Baden an Cala Giovanna
  • bei Besichtigungen der historischen Gebäude und archäologischen Zeugnisse

Und dann gibt es noch die vielleicht schönste Aktivität von allen: nichts tun! sich an den Strand setzen, ins Wasser gehen, lesen, schauen, warten, bis die letzte Fähre den Hafen verlässt. Und plötzlich ist Pianosa fast menschenleer! Das ist der Moment, den man erlebt haben muss: 17 Uhr, die Fähre legt ab, die Insel wird still, keine Tagesgäste mehr, keine Gruppen, keine Hektik, nur die wenigen Menschen, die auf Pianosa bleiben. Und irgendwo vor dir liegt das Meer, auch im August. Vielleicht liegt genau darin heute einer der größten Luxusmomente Italiens: nicht in mehr Auswahl, Unterhaltung oder Gesellschaft – sondern in weniger.

Toscana Forum – wir bringen Toskana und Pianosa zusammen

Eine Reise nach Pianosa lässt sich wunderbar mit einem individuellen Toskana-Urlaub verbinden. Ob Ferienhaus im Weinland, Unterkunft zwischen Olivenhainen oder Ferienhaus am Meer: Wir helfen dir dabei, deinen Toskana-Aufenthalt mit einem besonderen Inselerlebnis zu kombinieren. Toscana Forum organisiert deinen Aufenthalt auf Pianosa – persönlich, individuell und mit der Erfahrung von Menschen, die die Toskana nicht nur vermitteln, sondern selbst leben. Wenn du Pianosa erleben möchtest, melde dich rechtzeitig bei uns. Die Plätze sind begrenzt. Vielleicht ist Pianosa genau das Erlebnis, das deinen nächsten Toskana-Urlaub unvergesslich macht.